Hornets II lassen Punkte aus der Hand gleiten
SG Neuthard/Büchenau 2 - SG Kappelwindeck/Steinbach 3 26:28 (11:10)
Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt wollten die Hornets II auch im zweiten Saisonspiel gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach 3 nachlegen. Die Voraussetzungen waren allerdings nicht optimal. Gerade im Rückraum fehlten einige Stammkräfte oder gingen angeschlagen in die Partie, sodass man auf Unterstützung aus der ersten Mannschaft zurückgreifen musste.
Von Beginn an stellte man eine gute 6:0-Abwehr, die mit viel Körperlichkeit und Präsenz agierte. Die Gäste mussten sich ihre Tore hart erarbeiten, einzig die Würfe aus dem Rückraum über die halblinke Position bekam man nicht immer konsequent verteidigt. Dazu kam eine gute Torhüterleistung, sodass die Defensive über weite Strecken der ersten Halbzeit überzeugte.
Im Positionsangriff taten sich die Hornets dagegen von Beginn an schwer. Zu selten gelang es, klare Torchancen herauszuspielen und die gegnerische Defensive dauerhaft unter Druck zu setzen. Die meisten Erfolge erzielte man deshalb über das Tempospiel und die zweite Welle. Vor allem über die linke Seite und den aushelfenden Nick Grausam kam man immer wieder zu wichtigen Treffern.
Nach einem zwischenzeitlichen 3:6-Rückstand kämpfte man sich zurück und glich beim 6:6 erstmals wieder aus. In einem körperlichen, aber jederzeit fairen Spiel entwickelte sich anschließend eine ausgeglichene Partie. Kurz vor der Pause gelang es den Hornets, sich leicht abzusetzen und mit einer knappen 11:10-Führung in die Kabine zu gehen.
Für die zweite Hälfte war das Ziel klar: Die Abwehr sollte weiterhin solide stehen und über Ballgewinne und das Tempospiel wollte man zu einfachen Toren kommen. Auch am Angriff-Abwehr-Wechsel hielt man zunächst fest.
Es entwickelte sich nun ein enges Spiel, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Die Hornets erarbeiteten sich Mitte der zweiten Hälfte beim 21:19 erstmals eine Zwei-Tore-Führung und hatten die Möglichkeit, diese weiter auszubauen. Ein technischer Fehler und das daraus resultierende schnelle Gegentor verhinderten jedoch die mögliche Drei-Tore-Führung und brachten die Gäste wieder zurück ins Spiel.
Da Kappelwindeck/Steinbach im weiteren Verlauf immer wieder Lösungen fand, versuchte man auch defensiv neue Reize zu setzen. Zunächst agierte man offensiver gegen den gefährlichen halblinken Rückraum der Gäste, später stellte man zusätzlich auf eine 5:1-Abwehr um.
In der Schlussphase entwickelte sich schließlich das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach dem 22:20 für die Hornets drehten die Gäste die Partie auf 22:23. Doch die Mannschaft blieb dran und glich sowohl zum 23:23 als auch zum 24:24 und 25:25 aus. In den entscheidenden Minuten hatte Kappelwindeck/Steinbach dann allerdings den etwas kühleren Kopf und setzte sich auf 25:27 ab.
Auch davon ließen sich die Hornets nicht abschütteln. Leon Seidler verkürzte in der 58. Minute noch einmal auf 26:27 und gab der Mannschaft damit die Chance auf den Ausgleich. Im letzten Angriff sollte ein Spielzug die entscheidende Möglichkeit bringen, dieser missglückte jedoch. Die Gäste nutzten die Situation auf der Gegenseite und sorgten mit dem Treffer zum 26:28 für die endgültige Entscheidung.
So bleibt ein harter und körperlicher Kampf am Ende unbelohnt und die Hornets II müssen im zweiten Saisonspiel die erste Niederlage der noch jungen Saison hinnehmen. Trotz der Niederlage zeigte das Aufeinandertreffen zweier Absteiger über weite Strecken ein gutes Niveau. Vor allem mit der eigenen Defensivleistung kann man zufrieden sein.
Im Angriff blieb die Mannschaft dagegen unter den eigenen Erwartungen. Gerade im Positionsspiel gilt es in den kommenden Wochen anzusetzen und wieder mehr Sicherheit und Durchschlagskraft zu entwickeln. Die gezeigten Probleme will man nun im Training konsequent angehen, um möglichst schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.
Es spielten: Niklas Kunkel und Julian Hege im Tor, Nick Grausam (12), Sebastian Krieger (3), Paul Baumgärtner (2), Axel Zimmermann (2/2), Kai Krziwania (2), Tim Rösch (1), Leon Metz (1), Timo Schwab (1), Leon Seidler (1), Liam Kölbl (1), Nico Schäffner, Tom Baumgärtner, Eric Zöllner


